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Soulfood für Körper und Geist: Warum dieses Kichererbsen-Curry deine perfekte Selbstfürsorge ist

  • Autorenbild: Natalie Wiedenmann
    Natalie Wiedenmann
  • 12. Jan.
  • 3 Min. Lesezeit

In meinem letzten Beitrag haben wir darüber gesprochen, dass Selbstfürsorge kein Luxus ist, sondern die Basis für ein gesundes Leben. Doch wie sieht das im stressigen Alltag konkret aus? Oft scheitert der gute Vorsatz genau dann, wenn der Hunger groß und die Zeit knapp ist.

Für mich bedeutet Selbstfürsorge in der Küche, Mahlzeiten zu kreieren, die keine Belastung darstellen, sondern eine echte Ressource sind. Es geht um Essen, das uns nährt, ohne uns schwer im Magen zu liegen. Wenn es draußen bei uns in Schwifting mal wieder so richtig ungemütlich ist, ist dieses wärmende Kichererbsen-Curry mein absoluter Favorit. Es ist ein Gericht, das die Brücke schlägt zwischen funktionaler Nährstoffzufuhr und dem emotionalen Bedürfnis nach Geborgenheit.

wärmendes Kichererbsen Curry

Warum warmes Essen gerade jetzt so wichtig ist

Aus ernährungspsychologischer Sicht hat warme Nahrung im Winter einen besonderen Stellenwert. Wenn wir frieren oder unter Stress stehen, signalisiert eine warme Mahlzeit unserem Nervensystem Sicherheit und Entspannung. Wir verdauen besser, nehmen uns meist mehr Zeit zum Kauen und spüren Sättigungssignale deutlicher. Dieses Curry ist also quasi eine "warme Umarmung" von innen.


Der Nährstoff-Check: Was steckt drin?

Als Ernährungsberaterin schaue ich natürlich nicht nur auf den Geschmack, sondern auf das, was die Zutaten in deinem Körper bewirken. Dieses Rezept ist ein wahres Kraftpaket:

  • Komplexe Kohlenhydrate & Ballaststoffe: Kichererbsen sind ein fantastischer Energielieferant. Durch den hohen Ballaststoffanteil wird der Blutzuckerspiegel stabil gehalten. Das verhindert das berüchtigte „Mittagstief“ oder Heißhungerattacken am Abend.

  • Pflanzliche Proteine: Für die Regeneration deiner Zellen und ein starkes Sättigungsgefühl sind die Proteine aus den Hülsenfrüchten essenziell. In Kombination mit Vollkornreis oder Quinoa entsteht ein hochwertiges Aminosäurenprofil.

  • Mikronährstoffe für die Nerven: Der Blattspinat liefert reichlich Magnesium und Folsäure. Magnesium wird oft als „Salz der inneren Ruhe“ bezeichnet – genau das, was wir in einer vollen Woche brauchen.

  • Antientzündliche Kraftstoffe: Kurkuma (in Verbindung mit einer Prise Pfeffer) und frischer Ingwer wirken entzündungshemmend und unterstützen deine Verdauungssäfte, damit das Essen leicht bekömmlich bleibt.


Das Rezept: Mein Wohlfühl-Curry (für 4 Personen)

Die Zutaten:

  • 2 Dosen Kichererbsen (gut abgespült und abgetropft)

  • 400 ml Kokosmilch (für die Cremigkeit)

  • 1 große Zwiebel & 2-3 Knoblauchzehen

  • 1 daumengroßes Stück Ingwer

  • 250g frischer Blattspinat (oder hochwertiger TK-Spinat)

  • 1 rote Paprika (für zusätzliches Vitamin C)

  • Gewürze: 2 EL mildes Currypulver, 1 TL Kurkuma, eine Prise Kreuzkümmel, Salz und schwarzer Pfeffer

  • Ein Spritzer Limettensaft und frischer Koriander (optional)

  • Topping-Tipp: Ein Löffel Joghurt (oder eine pflanzliche Alternative) und ein paar geröstete Cashewkerne für den Crunch.


Schritt-für-Schritt-Zubereitung:

  1. Das Aroma-Fundament: Zwiebel, Knoblauch und Ingwer fein würfeln. In einer großen Pfanne oder einem Topf mit etwas Kokosöl bei mittlerer Hitze glasig dünsten. Füge die gewürfelte Paprika hinzu und lass sie kurz mitgaren.

  2. Die Gewürz-Aktivierung: Gib das Currypulver, Kurkuma und Kreuzkümmel hinzu. Rühre die Gewürze für ca. 30-60 Sekunden mit an. Durch die Hitze lösen sich die ätherischen Öle, und das Aroma wird deutlich intensiver.

  3. Ablöschen und Köcheln: Gib die Kichererbsen und die Kokosmilch hinzu. Alles einmal aufkochen und dann bei kleiner Hitze etwa 15 Minuten sanft köcheln lassen. Die Sauce sollte dabei leicht sämig werden.

  4. Der grüne Kick: Zum Schluss den gewaschenen Spinat unterheben. Er braucht nur ca. 1-2 Minuten, bis er im heißen Curry zusammengefallen ist. So bleiben die Vitamine und die leuchtend grüne Farbe optimal erhalten.

  5. Abschmecken: Mit Salz, Pfeffer und einem kräftigen Spritzer Limettensaft abrunden. Die Säure der Limette ist wichtig, um die Schwere der Kokosmilch auszubalancieren.


Mein Tipp als Ernährungsberaterin: Serviere dazu am besten Vollkorn-Basmati oder Quinoa. Das liefert wertvolle Ballaststoffe, die deine Darmflora freuen und dich davor bewahren, eine Stunde später schon wieder nach Snacks zu suchen.


Natalie’s Insider-Tipp für den Alltag:

Dieses Curry schmeckt am nächsten Tag aufgewärmt fast noch besser, da die Gewürze Zeit haben, richtig durchzuziehen. Ich koche oft die doppelte Menge – so habe ich für den nächsten Tag direkt ein gesundes Meal Prep für die Mittagspause, wenn es mal wieder schnell gehen muss. Das ist gelebte Selbstfürsorge: Das „Zukunfts-Ich“ entlasten!

Genieße die Zeit in der Küche und lass es dir richtig gut schmecken.

 
 
 

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