top of page

Das „Telleraufessen-Syndrom“: Warum wir als Mütter oft die Reste der Kinder essen und wie du damit aufhörst

  • Autorenbild: Natalie Wiedenmann
    Natalie Wiedenmann
  • vor 1 Tag
  • 3 Min. Lesezeit

Es ist 18:30 Uhr am Esstisch. Die Kinder sind fertig, dein Kopf ist jetzt schon voll mit den Gedanken an den nächsten Tag und auf dem Teller deines Sohnes liegt noch ein halbes Butterbrot. Auf dem Teller deiner Tochter liegen drei angeknabberte Kartoffeln und ein halber Pfannkuchen.


Und was passiert fast schon automatisch, während du den Tisch abräumst?

Zack – das Brot landet noch auf dem Weg in die Küche in deinem Mund. Und auch die Kartoffel wird noch schnell „gerettet“. Es ist ja schließlich schade drum. Man schmeißt doch kein Essen weg!


Kommt dir das bekannt vor?

Glaub mir, du bist damit absolut nicht allein. Fast jede Mutter, mit der ich in meiner Ernährungsberatung spreche, kennt das nur zu gut. Wir sind darauf konditioniert, nichts zu verschwenden, das hat schließlich schon Oma gepredigt. Und im Alltagsstress schlingt man diese Reste oft völlig unbewusst beim Vorbeigehen herunter.


Aber warum ist das ein Problem? Dein Kopf registriert diese Häppchen gar nicht als echte Mahlzeit, dein Körper und deine Figur aber sehr wohl.

während dem sie den Tisch abräumt, isst diese Mutter noch schnell die Reste der Kinder von den Tellern auf. Gut gemeint, aber nicht wirklich hilfreich

Die unterschätzte Falle: Was da eigentlich auf deinem Teller (oder im Mund) landet

Wenn wir mal ehrlich sind: Die Reste der Kinder bestehen selten aus Brokkoli oder gedünstetem Fisch. Meistens sind es kohlenhydratreiche, fettige Dinge: ein Stück Waffel, ein Paar Pommes, der Rest vom Nudelauflauf oder die Rinde vom Käsebrot.

Über den Tag verteilt kommen durch dieses ständige „Resteverwerten“ blitzschnell 200 bis 400 Zusatzkalorien zusammen.

  • Das Fiese daran: Da du nicht am Tisch gesessen und dieses Essen als richtige Mahlzeit genossen hast, stellt sich null Sättigungsgefühl ein. Du fühlst dich nicht satt, hast aber unbemerkt genau die Energiemenge zu dir genommen, die dich am Abnehmen hindert.


Und dann fragst du dich am Ende der Woche frustriert auf der Waage, warum sich absolut nichts bewegt, obwohl du dich doch „eigentlich den ganzen Tag so gesund ernährt hast“.


Warum machen wir das überhaupt?

Es ist eine Mischung aus zwei Dingen: Erziehung und Mental Load.

  1. Die gute alte Erziehung: Viele von uns haben als Kinder gelernt: „Es wird kein Essen weggeschmissen! Andere wären froh, wenn sie überhaupt was zu essen hätten!“ Das schlechte Gewissen beim Wegwerfen sitzt tief in unseren Köpfen.

  2. Stress und Unbewusstheit: Als Mama bist du gedanklich meistens schon beim nächsten Schritt (Zähneputzen, Schlafsachen anziehen, Wäsche aufhängen). In dieser Hektik greift das Gehirn nach schnellen, einfachen Verhaltensmustern und das Hineinstopfen der Reste passiert völlig auf Autopilot.


3 einfache Schritte, wie du das Restessen ab heute stoppst

Du musst deine Kinder nicht von heute auf morgen zu perfekten Aufessern erziehen, damit du abnehmen kannst. Aber du darfst einfach dein eigenes Verhalten mit ein paar kleinen Tricks verändern:


1. Mache die Tonne nicht zu deinem Magen

Dein Körper ist keine Biomülltonne. Wenn das Essen im Müll landet, ist es zwar schade, aber wenn du es unbewusst isst, obwohl du gar keinen Hunger hast, tust du deinem Körper damit auch keinen Gefallen. Es bringt niemandem etwas, wenn das Essen auf deinen Hüften landet, nur damit der Teller leer ist.


2. Reste sofort verpacken (oder wegspülen)

Wenn deine Kinder fertig sind und etwas übrig bleibt: Pack es sofort in eine kleine Frischhaltedose für den nächsten Tag (z. B. als kleine Beilage für dein Mittagessen) oder gib direkt Spülmittel drüber, wenn es wirklich nur noch unansehnliche Krümel sind. Klingt im ersten Moment hart, nimmt dir aber in der Sekunde die Versuchung und du denkst gar nicht mehr darüber nach, es vielleicht noch zu essen.


3. Mach den Vorher-Check

Wenn du merkst, wie deine Hand nach dem halben Würstchen greift, halte kurz inne und frage dich ganz bewusst: „Habe ich gerade wirklich Hunger? Oder esse ich das jetzt nur aus Gewohnheit?“ Allein diese 3 Sekunden Pause brechen den automatischen Reflex in deinem Gehirn.


Abnehmen im Familienalltag darf sich leicht anfühlen

Gesund und nachhaltig abzunehmen bedeutet als Mama nicht, dass du für dich extra kochen musst oder auf alles verzichten sollst. Es bedeutet vor allem, solche kleinen, unbewussten Gewohnheiten zu entlarven und Schritt für Schritt durch Routinen zu ersetzen, die besser zu deinem echten Alltag passen.


Merkst du selbst, wie sehr dich solche Alltagsfallen ausbremsen?

Wenn du keine Lust mehr auf frustrierende und komplizierte Diäten hast und endlich einen Weg finden willst, wie du im stressigen Familienleben entspannt und ohne Frust dein Wohlfühlgewicht erreichst, dann lass uns sprechen!


In meinem 1:1 Online-Coaching schauen wir uns deine ganz persönliche Situation an. Ich zeige dir, wie du deine Ernährung so umstellst, dass sie perfekt zu dir und deiner Familie passt und das ganze ohne aufwendiges Kochen oder ständigen Verzicht.

Gemeinsam finden wir heraus, wie du wieder mehr Leichtigkeit und Energie in deinen Alltag holst!


Deine Natalie

Kommentare


bottom of page